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Definition Personalmarketing

Personalmarketing klar und eindeutig definieren

Definition Personalmarketing

Definition Personalmarketing


Die Definition von Personalmarketing ist keineswegs trivial. Zum einen ist Personalmarketing ein von der Etymologie her irreführender Begriff: „Arbeitgebermarketing“ wäre angebrachter, denn beim Personalmarketing wird Marketing für den Arbeitgeber betrieben.

Zum anderen könnte Personalmarketing, analog zum zunehmend umfassenden Verständnis des Begriffs „Marketing“, als ein übergeordneter, das Employer Branding, die interne Mitarbeiterbindung, das Talentmanagement, das Recruiting und selbst das Onboarding umfassender Ausdruck verwendet werden. Doch dies entspricht nicht der hierzulande üblichen Begriffsauffassung.

Personalmarketing Definition für die D/A/CH-Region

Im deutschsprachigen Raum bezeichnet Personalmarketing einzig und allein die operativen Aktivitäten zur bedarfs- und nachfragegerechten Vermarktung des Arbeitgebers. Das Personalmarketing ist nah am relevanten Beschaffungsmarkt, ist stark ausgerichtet an den zu besetzenden Stellen und bildet eine Querschnittsfunktion des Personalmanagements.


Definition Personalmarketing

„Personalmarketing bezeichnet die an Bedürfnissen und Erwartungen potenzieller Mitarbeiter orientierten operativen Maßnahmen, um den Personalbedarf einer Organisation zu decken.“

Wolf, G.: Employer Branding (2014), S. 29

Personalmarketing – Abgrenzung gegenüber Employer Branding

Ebenso, wie Branding nicht dasselbe ist wie Marketing, ist Employer Branding nicht dasselbe wie Personalmarketing. Das Employer Branding (» Employer Branding | Definition «) ist auf strategischer Ebene angesiedelt, dabei umfassender und nachhaltiger angelegt als das Personalmarketing. Das Personalmarketing steuert keinesfalls die Employer Brand (Arbeitgebermarke), sondern setzt die Arbeitgebermarkenziele auf der operativen Ebene um.

Zweifellos beeinflussen operative Personalmarketing-Maßnahmen auf diese Weise ebenfalls das Arbeitgeberimage und sind dazu in der Lage, einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität (» Arbeitgeberattraktivität | Definition «) zu leisten.

Personalmarketing: Bedarfs- und bedürfnisorientiert

Ein charakteristisches Merkmal des Personalmarketings und damit auch bedeutsam für die Unterscheidung zur strategisch orientierten Führung der Arbeitgebermarke ist die Ausrichtung an den aktuellen Bedürfnissen und Erwartungen der potenziellen Mitarbeiter bzw. Zielkandidaten. Diese unterliegen im Zeitablauf üblicherweise häufigen Veränderungen, manche erweisen sich gar als ausgesprochen kurzlebige Modeerscheinungen.

Als inhaltliche Grundlage für die Kommunikation im Bereich des Personalmarketings dienen daher entsprechende Präferenzstudien bei den Zielgruppen. Eine Arbeitgebermarke hingegen ist auf längere Wirkzeiträume angelegt, sie bedient sich mit Werten, Zielen und anderen unternehmenskulturellen Aspekten wesentlich stabilerer und langlebigerer Inhalte.

Erfolgreiches Personalmarketing gestaltet Dialoge und Prozesse effizient und zielgerichtet. Es berücksichtigt den akuten und geplanten, zudem den quantitativen und qualitativen Personalbedarf und erreicht eine hohe Dichte an passenden Bewerbungen. Wo die Personalmarketing-Aktivitäten enden, beginnen die Tätigkeiten des Recruitings (» Recruiting | Definition «).

Kurz & knapp
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Name
Kompetenz Center Employer Branding
Bezeichnung
Definition Personalmarketing